Zum Inhalt springen

Jedes Handwerksunternehmen braucht Inspiration für „sein“ digitales Geschäft!

© pexels

Die Chance der Digitalisierung in Sachen Innovation liegt in der Gesamtbetrachtung: Nur ein ganzheitlicher Digitalisierungsansatz wird auf längere Sicht die Synergien bringen, die zeitliche und finanzielle Investitionen rechtfertigen und letzten Endes zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit durch innovative Arbeitsweisen und Dienstleistungen führen.

Ob der digitale Wandel nun als „Internet der Dinge“, als „Industrie 4.0“ oder als grundsätzliche „Transformationsanforderung“ daherkommt: Er ist durch ein hohes Veränderungstempo gekennzeichnet und fordert die uneingeschränkte Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und die Möglichkeiten zu eruieren, wie man herkömmliche Vorgehens- und Arbeitsweisen verändern kann.

Drei inspirative Beispiele für Ihr digitales Geschäft

  1. Digitale Werkzeuge wie Datenbrillen (Stichwort Augmented Reality oder Virtuelle Realität) mit großem Sichtfeld und schnellen Bewegungssensoren werden mit hoher Sicherheit auch im Handwerk immer mehr zum Einsatz kommen (siehe auch Beitrag R+F VR-Brille im Praxiseinsatz beim Kompetenzzentrum Digitales Handwerk.
    Beispielsweise in der Wartung und Reparatur komplexer Anlagen, für die eine dreidimensionale Darstellung oder das Überlappen mehrerer Informationsebenen wie Gebäude- und Anlagenpläne in Kombination mit technischen Detailangaben hilfreich ist. Solche vernetzten Geräte haben durchaus das Zeug, Notebooks und Tablet-Computer abzulösen, die hier beschriebenen Arbeiten zu vereinfachen, zu beschleunigen und qualitativ zu verbessern. Den Benefit haben sowohl ausführende Handwerker als auch deren Kunden in Form von erhöhter Funktionssicherheit, verringertem Aufwand und mehr Durchsatz.
  2. Mittels Business Intelligence* und Analytics werden Vorhersagen immer realitätsnäher. Dies ermöglicht neben Risikoabschätzungen auch bessere Projektplanungen, Kostenkalkulationen und Ertragsprognosen über einen längeren Zeitraum hinweg. Handwerksunternehmen, die beispielsweise in die Planung und Umsetzung von Sanierungsprojekten involviert sind, können wesentlich sicherer und aufgrund vorhandener Detaildaten realisierter Projekte nicht nur „in die Zukunft“ entwickeln, sondern auch während der Umsetzung laufender Aufträge den realen Fortschritt mit der Zeit- und Finanzplanung zuverlässig abgleichen, um böse Überraschungen zu vermeiden bzw. rechtzeitig einzugreifen, falls etwas „aus dem Ruder“ läuft. Das dient sowohl der eigenen Absicherung als auch dem Kunden, der auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann.
  3. Der 3-D-Druck hat das Potenzial, Wertschöpfungsketten im eigenen Haus zu halten und zum Teil Outsourcing zu vermindern. Aufträge für Entwicklung, Prototyping und Kleinserienfertigung können so gewonnen werden. Es werden auch neue Geschäftsmodelle möglich: Ein amerikanisches Unternehmen fertigt zum Beispiel Autoteile im 3-D-Druck-Verfahren. Warum soll das nicht auch für schwer beschaffbare Anlagenersatzteile gelten?

Fazit

Im Zeitalter der Digitalisierung gibt es immer Luft nach oben, um das Kerngeschäft zu erweitern, Abläufe zu verbessern, Dienstleistungen zu innovieren. Die oben genannten Beispiele geben einen Eindruck davon, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, das Geschäft mithilfe digitaler Arbeitsweisen, Werkzeuge und Services voranzubringen.

Voraussetzung für den Erfolg ist, dass sich die „Köpfe“ eines Betriebs proaktiv darum kümmern, auf dem aktuellen Stand zu bleiben und zu wissen, was in Sachen Digitalisierung geht.

Übrigens: Heute können sich Handwerksunternehmen untereinander oder mit Geschäftspartnern wie Anlagenherstellern, Planern oder Grundstücksverwaltungen zu integrierten virtuellen Service-Centern zusammenschließen, um Kunden individueller, schneller und besser zu bedienen.

Im Bereich Haustechnik könnten zum Beispiel Gebäude- und Anlagendaten in Echtzeit ausgewertet werden. Bei sich anbahnenden technischen Problemen oder außerplanmäßigen Wartungsaufgaben können Mitarbeiter dann vor Ort digital Fehler beheben – bevor ein Aufzug ausfällt, die Mieter frieren oder ein kleiner Fehler eine große Reparatur auslöst.

* Business Intelligence – kurz BI – ermöglicht die detaillierte und systematische Auswertung von Daten und Informationen via digitaler Systeme.

Schlagwörter des Beitrags: , , ,