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Big Data in der Praxis heißt: mit Wissen aus smarten Daten den „Laden besser im Griff“ haben

© denisismagilov / adobe.stock.com

Nutzen Sie „Datenquellen“ in Ihrem Betrieb, wie zum Beispiel detaillierte digitale Zeiterfassung mit einer mobilen App auf dem Handy, Fahrtenprotokolle mit dem Navigator und dergleichen mehr. Wenn Sie diese als relevant erkennen und die Daten in eine zentrale, für Ihre Branche geeignete ERP-Lösung einfließen lassen, dann haben Sie auch Zugriff auf professionelle Auswertungsmöglichkeiten. Sie spielen damit schon fast in derselben „Liga“ wie die „großen“ Big-Data-Anwender aus der Mittelstands- oder Konzernwelt.

ERP-Software müssen Sie heute übrigens wirklich nicht mehr als teure Softwarelizenz erwerben und in Ihrem „Rechenzentrum“ installieren. Die meisten Anbieter stellen die entsprechenden Funktionen als Cloud-Service über das Internet bereit. Sie buchen und bezahlen nur das, was Sie wirklich benutzen. Und die Kosten dafür können Sie gleich als Aufwand steuerlich absetzen.

Smart Data konkret angehen

Worauf es aber wirklich ankommt, sind die Konsequenz und das strukturierte Vorgehen, mit denen Sie das Thema anpacken. Dann wird aus Ihrem „Big Data“-Projekt ganz schnell ein „Smart Data“-Projekt, mit dem Sie Ihren Betrieb zunächst „intern“ ein Stück voranbringen können.

Wahrscheinlich ist den meisten unter Ihnen spätestens jetzt klar: Eine Smart-Data-Strategie können Sie in Zeiten umfassender digitaler Vernetzung nicht nur auf das eigene Unternehmen zuschneiden. Auch Ihre Kunden, Zulieferer und Partner sollten berücksichtigt und in Ihre „Datenpolitik“ aktiv mit einbezogen werden.

Will heißen: Daten und Erkenntnisse teilen, untereinander gezielt austauschen. Das ist wichtig, um im gemeinsamen Interesse Abläufe möglichst frühzeitig synchronisieren und steuern zu können.

Wenn Sie es konkret angehen wollen, dann sollten Sie – gegebenenfalls mit Unterstützung eines Dienstleisters oder eines Beraters Ihrer Handwerkskammer – die folgenden Schritte in Richtung Smart Data einleiten:

  • Entwickeln Sie ein Bewusstsein für die Bedeutung von Daten generell.
  • Übertragen Sie dieses Bewusstsein auf Ihren Betrieb.
  • Ziehen Sie für die Planung Ihrer Datensammlung einen branchenkompetenten externen Partner hinzu.
  • Analysieren Sie, welche Chancen und Risiken mit der Sammlung, Speicherung und Auswertung von Daten für Ihr Unternehmen verbunden sind.
  • Finden Sie mithilfe eines Checks den Ist-Stand Ihres Unternehmens hinsichtlich Digitalisierung und Datennutzung heraus.
  • Identifizieren Sie diesbezügliche mögliche Hemmnisse – und beseitigen Sie diese.
  • Überlegen Sie sich, wo in Ihrem Tagesgeschäft – beispielsweise im Umgang mit Kunden oder in der Kommunikation mit Partnern – Daten entstehen, wie diese einfach erfasst, gespeichert und ausgewertet werden können.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Mitarbeiter und gegebenenfalls die Fachbereiche miteinander vernetzt werden und aufgabenbezogen auf Daten zugreifen bzw. die in der Arbeit anfallenden Daten weitestgehend automatisch erfasst, gespeichert und mit geeigneten Werkzeugen ausgewertet werden können.

Mit dieser Vorgehensweise können Sie die Chancen von smarten Datenerhebungen und deren Analyseergebnisse für die Steigerung Ihrer Produktivität, für die Verbesserung Ihrer Entscheidungsgrundlagen und für den Ausbau von Wettbewerbsvorteilen nutzen.

Foto: © denisismagilov / adobe.stock.com

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