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5 Handlungsempfehlungen: So verschaffen Sie Ihrem Geschäft „Luft nach oben“

Betrachten Sie Technologie ganz nüchtern als Werkzeug, das für die Umsetzung der Digitalisierung nötig ist. Es geht im Kern um die Prozesse und deren Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingungen, um Organisation, Ordnung, Vereinfachung und um Geschäftsmodelle up to date und „sexy“ zu machen – oder ggf. neu zu schaffen.

Das Internet der Dinge (IoT) wird schon in wenigen Jahren um ein Vielfaches größer sein als das heutige Internet. So soll die Zahl der vernetzten Geräte laut einer Schätzung des Telekommunikationsanbieters Telefónica von fünf Milliarden Ende 2014 bis auf 35 Milliarden Ende 2019 steigen.

Diese Entwicklung verändert Wertschöpfungsketten und ermöglicht die Neugestaltung von Geschäftsmodellen aller Art – auch in Ihrem Fachhandwerksbetrieb. Sei es bei den internen Prozessen oder der Chance, als Elektro- oder SHK-Fachbetrieb völlig neue Dienstleistungen anbieten zu können.

Drei Viertel der im IoT vernetzten Geräte werden Maschinen sein. Vielleicht ist Ihr nagelneuer 3-D-Drucker dabei, den Sie dann via Internet an Kollegen oder Kunden „vermieten“, wenn Sie ihn selbst nicht benötigen. Vielleicht auch Ihr Servicefahrzeug. Sixt setzt bereits ein digitales Fahrtenbuch um, das automatisch alle Fahrten genau und lückenlos aufzeichnet und damit erhebliche Steuervorteile bringen kann.

Ihre Kalkulationen werden durch die Genauigkeit solcher digitaler Funktionen schärfer, möglicherweise auch günstiger für Ihren Angebotsprozess. So können unter Umständen zusätzliche personelle oder auch finanzielle Ressourcen frei werden, was wiederum Ihren Kunden und deren Projekten zugutekommen kann.

5 Handlungsempfehlungen, mit denen Sie Ihrem Geschäft „Luft nach oben“ verschaffen können

  1. Die Digitalisierung versetzt große Unternehmen in die Lage, die frühere Domäne von Kleinbetrieben, die Einzelfertigung, anzubieten. Drehen Sie den Spieß um! Bieten Sie rund um Ihr Geschäftsmodell digitalbasierte Dienstleistungspakete an. Erweitern Sie so Ihr Portfolio, zum Beispiel auch im Verbund mit anderen Fachbetrieben.
  2. Machen Sie die von Ihnen bei Kunden installierten Produkte wie Maschinen und Anlagen vermehrt zu Datenträgern! Nutzen Sie diese Daten. Sprechen Sie dazu auch mit den Herstellern dieser Anlagen und Geräten, um Zugriff auf dort eingehende Feedbacks zu bekommen und daraus Verbesserungen oder weitere Stufen Ihrer eigenen Dienste zu entwickeln.
  3. Verbinden Sie (Ihre) Digitalisierung mit dem Begriff „Wirtschaft 4.0“! Dann sind Sie mit Ihrem Betrieb Teil der digitalen Wertschöpfungsketten und schwer(er) zu ersetzen. Vergessen Sie das nicht!
  4. Setzen Sie Prioritäten! Machen Sie sich erst um Ihr Geschäftsmodell und Ihre Prozesse Gedanken. Definieren Sie einen Sollzustand, den Sie erreichen wollen. Gehen Sie erst dann die Digitalisierung schrittweise an.
  5. Überlegen Sie sich, wie Sie aus den Daten, die Sie über Kunden sammeln, neue Leistungen und Geschäftsideen entwickeln können! Vielleicht hat eine solche Idee auf den ersten Blick wenig mit Ihrem Kerngeschäft zu tun.

Nehmen Sie als Beispiel den Dachdecker Gruss. Er bietet die Nutzung seiner professionellen Helikopter-Drohnen, die schließlich nicht „Tag und Nacht“ über den Dächern seiner Kunden im Einsatz sind, im Rahmen der von ihm gegründeten „mediengarage“ anderen Unternehmen für die Produktion von Luftaufnahmen und Imagetrailern oder für 3-D-Visualisierungen von Arbeitsabläufen an. Ganz nach dem Motto: Stillstand ist Rückschritt!

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