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Gewusst wie – finanzielle Spielräume für Ihre Digitalisierungsprojekte schaffen

Nicht Kür, sondern Pflicht: Der Weg in eine erfolgreiche Zukunft führt über die Digitalisierung. Was aber, wenn Ihnen die IT-Erfahrung fehlt und die finanziellen Spielräume begrenzt sind? Gezielte Förderprogramme und vergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand erleichtern gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen eine wirtschaftliche Umsetzung von Modernisierungsvorhaben.

Die Ansprüche der Kunden steigen. Der Zeitdruck in den Fertigungsstätten und auf der Baustelle ebenfalls. Wenn Sie im effizienzgetriebenen Wettbewerb mit individuellen Lösungen und einzigartigen Produkten auch weiterhin die berühmte Nasenlänge voraus sein möchten, kommen Sie an der Flexibilisierung und Verschlankung Ihrer Geschäftsabläufe nicht vorbei. Nur so können Sie unter anderem auch den hohen Anforderungen in Bezug auf den Datenaustausch, die Logistik bis hin zu einer vorgabenkonformen Dokumentation gerecht werden – ganz gleich, ob Sie in den Bereichen SHK, Elektro, Holz- und Stahlbau, im Innenausbau oder im industriell geprägten fertigenden Handwerk tätig sind.

Informieren Sie sich, tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten und (IT-)Experten aus

Viele KMU sehen Handlungsbedarf, wagen sich aber noch (zu) zögerlich an das Thema „Digitalisierung“ heran. Tenor: Für kostspielige Experimente seien keine ausreichenden personellen und finanziellen Ressourcen vorhanden. Zudem fehlt es häufig an Projekterfahrung und der technologischen IT-Kompetenz.
Die Projektverantwortlichen und deren „Digitalisierungs-Team“ stehen zunächst vor der Herausforderung, solche Hemmnisse aus dem Weg zu räumen und Informationslücken zu schließen. Bereits eine gezielte Internetrecherche kann helfen, Ideen zu sammeln, Hinweise auf mögliche Lösungsansätze und passende Partner zu finden.

Kompetenzzentren als Digitalisierungs-Turbo nutzen

Als erste Anlaufstelle für den zielführenden Dialog mit erfahrenen Ansprechpartnern empfehlen sich neben den Unternehmensverbänden und Handwerkskammern vor allem auch die regionalen Kompetenzzentren, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten für den Themenkomplex „Digitalisierung im Mittelstand“ zuständig sind und über die nötigten Experten-Netzwerke verfügen.

Alle Schritte bei der Ausarbeitung und Umsetzung einer maßgeschneiderten Digitalisierungsstrategie begleitet das bundesweit aktive Kompetenzzentrum Digitales Handwerk , das im Rahmen der Initiative Mittelstand 4.0 vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) mit 4,5 Millionen Euro gefördert wird. In Demonstrationswerkstätten, den sogenannten themen- und branchenspezifischen „Schaufenstern“, bekommen Sie „live“ einen Eindruck, wie sich das Arbeiten in einem digitalisierten Unternehmen und der Umgang mit Industrie-4.0-Technologien „anfühlen“.

Zu den Kernaufgaben der Kompetenzzentren und deren Projektpartnern zählen Informationsveranstaltungen und Schulungsangebote für Fach- und Führungskräfte.
Hohen Erkenntnisgewinn verspricht zudem der Austausch mit anderen Handwerksbetrieben, die ihre Digitalisierungsprojekte bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt haben und damit als Referenz für andere KMU wegweisend sind.

Die richtige Förderung und Finanzierung als „Möglichmacher“

Wer die finanziellen Mittel für die geplanten Modernisierungsmaßnahmen nicht allein aus dem Tagesgeschäft und aus Rücklagen „abzweigen“ kann, wird sich in der Regel bei seiner Hausbank um ein Darlehen bemühen. Die Kosten wären in der derzeitigen Niedrigzinsphase zumeist das kleinere Problem. Allerdings geben sich die Kreditinstitute häufig relativ zugeknöpft. Im Unterschied zum Bau eines neuen Firmengebäudes stehen bei „abstrakten“ Digitalisierungsvorhaben die fehlenden Sicherheiten einer Kreditvergabe entgegen.

Mit etwas Kreativität und Durchhaltevermögen setzen Sie Ihre Digitalisierungspläne und innovativen Projekte dennoch um. Über zweckgebundene Darlehen und zahlreiche Förderprogramme können Sie Unterstützung von der EU, dem Bund oder den Ländern erhalten.

Da die „Töpfe“ aber oft „gedeckelt“ sind, gilt für die Vergabe der Fördermittel: Wer zu lange zögert, geht auch bei einem an sich förderungswürdigen Projekt unter Umständen leer aus, weil die verfügbaren Mittel bereits anderweitig vergeben wurden. Auch beim Thema Förderprogramme gilt also das alte Sprichwort: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Aber diese Situation dürften Sie aus Ihrem Tagesgeschäft ja kennen.

So erhöhen Sie die Chancen, dass Ihre Digitalisierungsvorhaben gelingen

Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) ((LINK https://www.kfw.de/kfw.de.html )) zufolge schöpfen Unternehmen hierzulande das Potenzial der Digitalisierung längst nicht aus. Mit dem folgenden „5-Punkte-Plan“ für eine erfolgreiche digitale Transformation wird Ihnen das nicht passieren.

  • Von den Besten (Handwerksbetrieben) lernen
  • Aufgegriffene Ideen an die eigenen Anforderungen anpassen
  • Fach- und Führungskräfte weiterqualifizieren
  • Fachliche und finanzielle Fördermöglichkeiten nutzen (siehe Download)
  • Bei allen Schritten auf die Expertise der Kompetenzzentren etc. zurückgreifen

Foto: © contrastwerkstatt /stock.adobe.com

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