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5. digital award handwerk – Sinning Haustechnik ist digitaler Vorreiter 2020!

„Die Veränderungen am Markt können wir nur durch eine ganzheitliche Digitalisierung bedienen“ und „Der Kunde erwartet in Zukunft immer schneller Informationen“. Das sind zwei Schlüsselaussagen aus der award-Bewerbung des rundum digitalisierten, serviceorientierten Handwerksunternehmens Sinning Haustechnik GmbH aus dem schwäbischen Mödingen. Das Unternehmen ist der Gewinner des 5. digital award handwerk, der am 12. November im Rahmen des zweiten fhd-Online-Kongresses verliehen wurde. 

Geschäftsführer Armin Sinning nennt drei Schwerpunktbereiche, in denen er und seine Mitarbeiter hauptsächlich im Privatkundenbereich tätig sind: Badezimmersanierungen, Heizkesselerneuerungen sowie der Bau von Ein- und Mehrfamilienhäusern. Er setzt nach eigenen Angaben auf langfristige Zusammenarbeit und betreut nahezu alle Kunden im anschließenden Servicegeschäft weiter.

Armin Sinning hat die Digitalisierung konsequent in allen Geschäftsbereichen „von der Kaffeebohne bis zur Einsatzplanung“ konsequent geplant, vorangetrieben, beobachtet, analysiert und weiterentwickelt. Was die Digitalisierungsstrategie in seinem Betrieb außerdem auszeichnet: Die (Weiter-)Bildung der Mitarbeiter und Auszubildenden wird in Eigenregie und facettenreich rund um die Arbeit digital in einem eigenen Wiki mit selbst erstellten Inhalten gestaltet! Aus unserer Sicht das Erfolgsmodell eines digitalen Vorreiters mit Nachahmungscharakter!

Wir haben mit Armin Sinning detailliert über seinen Weg in die erfolgreiche Digitalisierung gesprochen.

Herr Sinning, wie und in welchem Bereich in Ihrem Unternehmen arbeiten Sie digital?

Um es ganz einfach zu sagen: Wir haben unseren Betrieb rundum digitalisiert. Das heißt für uns, nicht nur papierlos zu arbeiten, sondern möglichst viele Prozesse in effizienten und automatisierten Prozessketten zusammenzufügen. Um hier beste Ergebnisse zu erreichen, müssen die geeigneten Ressourcen zur Verfügung stehen.

Das heißt, dass die gesamte Digitalisierung in unserem Unternehmen auf akribisch ausgewählten Komponenten in Hard- und Software beruht. Dazu gehört neben einer servergestütztes IT-Infrastruktur auch, dass jeder Mitarbeiter bei Eintritt ein iPhone und ein iPad Pro mit Pencil erhält. Außerdem verfügen wir über strukturierte Lagersysteme, Informationsbildschirme im Firmengebäude und ein digital verwaltbares Schlüsselsystem.

Auf der Softwareseite arbeiten wir mit dem ERP-System Labelwin und Label Mobile 2.0. Hinzu kommen Online-Tools wie Memomeister sowie Apps zur Lageranbindung. Unsere Auszubildenden führen ihr Berichtsheft digital. Hinzu kommen ein Online-Terminsystem und diverse andere Cloud-Werkzeuge. Unsere Badezimmerdesigns erstellen wir mit Innoplus 3D.

Welche digitalen Schnittstellen haben Sie in die Welt Ihrer Kunden und Interessenten?

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung im Handwerk schon im Bereich der Neukundengewinnung und der Außendarstellung des Unternehmens beginnt. Im Online-Marketing startet die gemeinsame Reise mit unserem Kunden. In den sozialen Medien präsentieren wir uns als Spezialist der Branche.

Facebook, Instagram und LinkedIn sind Plattformen, die wir permanent organisch bespielen und uns nach außen präsentieren. Auf Facebook werden in Zukunft gezielte Werbeanzeigen im Bad- und Heizungsbereich geschaltet.

Die Weiterleitung zur spezifischen Landingpage mit nachgeschaltetem Typeform-Formular qualifiziert die Anfragen vor. In der Regel sind die übrig gebliebenen Anfragen potenziell kaufwillige Interessenten, die zu Kunden werden. Mit Google und Provenexpert lassen wir Kundenstimmen für uns sprechen.

Welche Vorteile ergeben sich aus dieser Vorgehensweise für Ihr Geschäft?

Um die komplette Customer Journey so angenehm wie möglich und ohne Reibungen zu gestalten, benötige ich über meine Interessenten und Kunden so viele Informationen wie möglich.

Wir führen dafür ein ausführliches CRM-System, in dem jeder Anruf und jede Handlung mit dem Kunden dokumentiert ist. Somit weiß jeder Mitarbeiter, was zuletzt mit dem Kunden besprochen wurde bzw. was aktueller Stand der Dinge ist.

Lästige Terminfindungen mit Kunden, die selbst sehr eingespannt sind, wickeln wir mit verschiedenen Terminarten in Calendly ab. Dadurch ersparen wir uns die überflüssige Korrespondenz durch E-Mails und Telefonate mit Kunden.

Wichtige Kundeninformationen werden hier schon vollautomatisch abgefragt und anschließend ans CRM übergeben. Natürlich ist diese Art der Terminvereinbarung nicht bei jedem Kunden anwendbar. Hier sind ganz klar unsere freundlichen Damen aus dem Frontoffice tätig.

Laden Sie sich das vollständige Interview als PDF herunter:

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