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Bauen und Projekte zum Erlebnis werden lassen: RaumZeit GmbH + Co. KG setzt auf virtuelle Realität!

RaumZeit GmbH + Co. KG setzt auf virtuelle Realität

Die RaumZeit GmbH + Co. KG mit Sitz im baden-württembergischen Ravensburg ist Teil der Firmengruppe Burk. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen auf Elektroinstallationen, Sicherheitstechnik, Netzwerktechnik, Sanitär, Heizung, Lüftung, Rohrleitungsbau und Bauflaschnerei.

Für Inhaber Florian Burk heißt es bei der Digitalisierung der Geschäftsprozesse seines Unternehmens: nicht kleckern, sondern klotzen! So jedenfalls könnte man den Eindruck beschreiben, der sich der Jury des digital award handwerk 2020 beim Lesen seiner Bewerbung ergab, die er für den Wettbewerb einreichte und die ihm eine Nominierung unter den Top Ten brachte!

Bei RaumZeit werden modernste Werkzeuge wie Augmented Reality und Virtual Reality benutzt, um von der Idee über die Kundenberatung bis zur konkreten Planung, Umsetzung und Abnahme eines Projektes wirklich alles digital abzuwickeln und sich mit den Umsetzungspartnern zu vernetzen.

Damit wird gezielt das Geschäft deutlich und kundengerecht erweitert. Über die Vernetzung mit anderen Handwerksunternehmen wird das eigene Know-how ergänzt. Florian Burk setzt mit seiner Vorgehensweise Standards dafür, wie sich die Arbeit auch im Handwerk durch Digitalisierung derzeit verändert – und weiter verändern wird!

Wir sprachen mit dem Unternehmer Florian Burk darüber, wie die Digitalisierung sein Tagesgeschäft und das Kundenerlebnis prägt. 

Herr Burk, RaumZeit ist noch ein junges Unternehmen. Wie digital sind Ihre Geschäftsabläufe?

Florian Burk: Unser Start-up-Unternehmen RaumZeit setzt Virtual-Reality(VR)- und Augmented-Reality(AR)-Techniken ein, um die Bauplanung für private Kunden zu visualisieren. So kann beispielsweise ein neues Bad vor der Ausführung virtuell und fotorealistisch begangen und konzeptioniert werden. Durch Multiplayer-Technik erfolgt auch die Beratung anderer Handwerker, z. B. Fliesenleger, im virtuellen Klon des Bauvorhabens.

Zudem sind Ausstellungen unserer Partner als Scan in 3-D begehbar. Die AR-Brillen ermöglichen es unseren Meistern zum Beispiel, sich in das Sichtfeld des Monteurs einzuschalten, um so aus dem Büro direkten und konkreten Support zu geben. Wissen und handwerkliches Geschick bilden so in Echtzeit eine Symbiose zwischen Büro und Baustelle.

Bauabnahmen, Jour-fixe-Sitzungen und diverse andere Besprechungen finden in VR statt, ohne dass sich die Akteure vor Ort befinden müssen. Sie treffen sich direkt im 3-D-Scan des Gebäudes. Alle Details der Besprechungen werden im Scan dokumentiert und dem Monteur als Link auf sein Smartphone gesendet.

In welchem Zeitraum haben Sie diesen Grad der Digitalisierung erreicht?

Burk: Wir haben das Unternehmen RaumZeit zum 1. Januar 2020 gegründet und sind derzeit (Anm. d. Red.: Stand Oktober 2020) nach unseren Recherchen weltweit die Einzigen, die Multi-Player-Begehungen in Gebäudescans realisieren können. Zudem haben wir einen hochmodernen Showroom für Smart-Home-Techniken in der Innenstadt von Ravensburg eröffnet, um das Handwerk dort sichtbar und modern zu präsentieren.

Wir sind also auf einem sehr guten Weg, die handwerklichen Prozesse für die Zukunft zu revolutionieren und effektiver zu gestalten. Vor allem schaffen wir eine hohe emotionale Wirkung bei unseren Kunden in der Planungsphase.

Könnten Sie für unsere Leser die Entstehung der Idee zu den in Ihrem Unternehmen umgesetzten Digitalisierungsprojekten detailliert beschreiben?

Burk: Anfangs bestand die Idee in der Eröffnung eines Showrooms für hochwertige Produkte unseres Handwerks, wie z. B. Schalterprogramme, Beleuchtung, smarte Toiletten, smarte Badeinrichtungen, Soundsysteme.

Im Entstehungsprozess haben wir uns intensiv mit der Entwicklung von VR- und AR-Technik beschäftigt. Daraus ist dann die Idee des virtuellen Planungskinos entwickelt und perfektioniert worden. Hierfür haben wir ein Team aus erfahrenen Pionieren aus dem VR-Bereich zusammengestellt und zusätzlich eine VR/AR-Agentur für Businesskunden gegründet.

Inzwischen bauen wir also nicht mehr nur reale Räume und Gebäude, sondern programmieren und gestalten virtuelle Messeräume, Ausstellungsflächen und Schulungsplattformen. Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung dieses Geschäftsbereichs von Beginn an positiv beeinflusst.

Haben Sie externe Impulse für die Umsetzung aufgenommen?

Burk: Ja. Wir hatten bereits einen hohen Grad an Digitalisierung unserer Prozesse erreicht. Für den nächsten Schritt haben wir einen externen Berater ins Boot geholt, den wir dann während der Konzeption fest angestellt haben, um gemeinsam konzentriert etwas Neues und Einzigartiges zu entwickeln. Das Ergebnis ist die RaumZeit GmbH + Co. KG.

Was war die Motivation hinter Ihrer Entscheidung, die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen so konsequent umzusetzen?

Burk: Allgemein bekannte Aussagen von privaten Bauherren, wie „Bauen ist ein Kraftakt und kostet den letzten Nerv!“ oder „Das hab ich mir ganz anders vorgestellt!“, verbunden mit mangelnder Entscheidungsfreude durch fehlende Vorstellungskraft, wollten wir nicht mehr akzeptieren.

Wir wollen Bauen und Projekte zum Erlebnis werden lassen, die beim Kunden die Affinität für weitere gemeinsame Projekte wachsen lässt. Heute kann der Kunde bei uns mittels VR-Brille in seinem neuen, noch nicht gebauten Wohnzimmer stehen und Wandfarben, Böden, Einrichtungen etc. mit unserer Hilfe selbst konfigurieren. Er erhält ein realistisches Raumgefühl und eine exakte Vorstellung vom fertigen Objekt.

Zudem wird der komplette Bauprozess über unser Handwerkernetzwerk professionell per App begleitet. Wann kommt welcher Handwerker? Ist er schon auf dem Weg? Welche Schritte werden heute umgesetzt? Der Handwerker hat ebenfalls eine VR-Brille und weiß daher genau, was wie und wo zu verbauen ist. Zudem ist die Visualisierung auf jedem Smartphone, Tablet oder PC abrufbar.

Welche konkreten wirtschaftlichen und praktischen Vorteile konnten Sie für Ihr Unternehmen durch die Umsetzung der hier beschriebenen Digitalisierungsmaßnahmen erreichen?

Burk: Durch das neue Konzept erreichen wir den Kundenkreis der Privatkunden, der bislang lediglich 5 Prozent unseres Volumens ausgemacht hat. In der Regel bedienen wir Kommunen, Industrie und Mittelstand. Wir sind ein Generalunternehmen für private Umbauten geworden und haben die Möglichkeit, über ein breites Netzwerk von Handwerkern an Leistungen zu partizipieren, die wir selbst nicht anbieten. Unser Marktvolumen ist daher gestiegen.

Zudem erreichen wir durch die exakte Leistungsvisualisierung eine geringere Quote an Änderungen im Bauprozess. Die AR-Technik erspart viele unnötigen Baustellenbesuche und verbindet uns ständig mit unseren Handwerkern für Support. Künftig kann ich daher einen Meister einstellen, der ortsungebunden unsere Handwerker anleitet – beispielsweise aus dem Homeoffice aus Hamburg oder Köln.

Haben Sie im Rahmen der Umsetzung Risiken in Kauf genommen, um Ihre Ziele zu erreichen? Wenn ja, welche?

Burk: Ja. Das Konzept war mit sehr hohen Investitionen verbunden. Wir haben uns auf einen ganz neuen Bereich eingelassen. Wir mussten Programmierer, Vertriebler und Marketingspezialisten einstellen. Wir vereinen heute traditionelles Handwerk mit professionellem Verkauf und neuer Technik. Das Risiko, dass die agierenden Menschen möglicherweise nicht miteinander harmonieren, um dem Kunden den großen Vorteil zu bringen, war groß.

Unter welchen Aspekten haben Sie die eben genannten Technologien, Produkte oder Services ausgewählt?

Burk: Die wichtigsten Aspekte waren Nutzerfreundlichkeit, Skalierbarkeit, einfache Bedienung, der Open-Source-Ansatz, Schnittstellenfähigkeit, realistische Visualisierung, Marktreife – und natürlich der allgemeine digitale Trend!

Herr Burk, wir bedanken uns für das spannende Gespräch!

TIPP: Ihr Einstieg in Augmented Reality und Virtual Reality

Wollen Sie über ein konkretes, beherrschbares Pilotprojekt in die 3-D- und VR-Technologie einsteigen? Eine 3-D-Badplanung und die Möglichkeit, gerade technisch und handwerklich nicht versierten Kunden das Ergebnis so realitätsnah wie möglich zu demonstrieren, steigern Ihre Chance auf dessen Zufriedenheit um ein Vielfaches.

Mit dem exklusiv für Richter+Frenzel entwickelten 3-D-Badplaner können Sie aus maßstabsgetreuen Skizzen digitale räumliche Modelle erzeugen. So lassen sich Schritt für Schritt individuelle Bedürfnisse, Wünsche und Anforderungen an das Traumbad Ihres Kunden erkennen, optimieren und umsetzen.

Sobald Sie das Bad detailliert geplant haben, kann Ihr Kunde das Ergebnis mithilfe der R+F-Virtual-Reality-Brille betrachten und sicher sein, das zu bekommen, was er sich gewünscht hat.

Weitere Infos zum R+F-3-D-Badplaner und die Virtual-Reality-Brille realityPro finden Sie im Internet: https://www.richter-frenzel.de und https://reality.r-f.de

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