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So geht’s: Handwerksunternehmen gestalten ihre Digitalisierung selbst

von pixabay

Wenn Sie die Digitalisierung Ihres Betriebs selbst in die Hand nehmen wollen, brauchen Sie dafür in jedem Fall einen Fahrplan. Mit dieser Orientierungshilfe behalten Sie die Übersicht und schaffen die Basis, Schritt für Schritt Ihre ganz eigene „digitale Transformation“ anzugehen.

Zunächst gilt: Digitalisierung ist in jedem Handwerksbetrieb wesentlich mehr als technische Planung mithilfe von CAD, Produktion an computergesteuerten Drehbänken oder 3-D-Druck.

Dazu einige Beispiele: Sie können sicher sein, dass zumindest ein Teil Ihrer bereits digital agierenden Kunden interaktive digitale Kommunikation von Ihnen erwartet. Sie können sich die Preis- und Geschwindigkeitsvorteile, die sich mit digitaler Beschaffung erzielen lassen, zunutze machen. Und die existierenden Angebote an internetbasierten Services für mobiles Arbeiten sollten Sie gezielt in Anspruch nehmen, um der Konkurrenz mit kürzeren Reaktionszeiten und mehr Geschwindigkeit im Tagesgeschäft ein Schnippchen zu schlagen!

Wenn Sie sich einen Moment der strategischen Dimension des Ganzen widmen, werden Sie erkennen, dass die Digitalisierung Ihres Unternehmens nur vom „Kopf“ her beginnen kann. Das heißt: Sie müssen die Ideen, Konzepte und Vorgehensweisen entwickeln, die der Umsetzung von Schritten zur Digitalisierung ihres Betriebs vorangehen.

Entwickeln Sie einen digitalen Fahrplan

Für eine erfolgreiche Digitalisierung brauchen Sie einen einfachen, klar strukturierten Plan. Dieser sollte – wie der Fahrplan einer Reise – Stationen, benötigte Zeiten und Ziele, die Sie erreichen wollen, ausweisen. Wenn Sie diesen Fahrplan konkret an Ihren eigenen Anforderungen ausrichten, können Sie immer überprüfen, ob Sie noch „im Plan“ liegen, die Ziele zu erreichen. Vor allem können Sie jederzeit kontrolliert die Änderungen und Justierungen vornehmen, die aus Ihrer Sicht nötig sind.

Ganz wichtig: Gerade wenn Sie in Sachen Digitalisierung noch ganz am Anfang stehen, sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen und erst einmal herausfinden, wo genau Sie überhaupt stehen. Das Wissen über den eigenen sogenannten „digitalen Reifegrad“ stellt die Basis für alle weiteren Schritte dar. Das gilt auch, wenn Sie in Ihrem Betrieb bereits messbare Fortschritte bei der Digitalisierung vorweisen können. Mit dem R+F Reifegrad-Check können Sie ganz einfach herausfinden, wo Sie in Sachen Digitalisierung gerade stehen.

Digitalisierung in die Praxis umsetzen

Gehen Sie jeden Digitalisierungsschritt konzentriert bzw. fokussiert an! Halten Sie sich auch immer das Ziel vor Augen, von Anfang an sichtbare und messbare Ergebnisse zu erreichen! Orientieren Sie sich bitte bei der Ermittlung Ihres digitalen Reifegrads an den Themen Kundenbetrachtung, Mitarbeiteranforderungen, Optimierung der Arbeitsabläufe und Geschäftsmodellinnovation!

Weitere Themen sind zum Beispiel die Kultivierung und Bereitstellung von Wissen und die Anforderungen an die IT-Sicherheit im Kontext der Digitalisierung. Im Prinzip gibt es verschiedene Herangehensweisen:

Wenn Sie in Ihrem Betrieb bereits über eine hohe digitale Affinität verfügen, können Sie beginnen, die Digitalisierung schrittweise von innen heraus zu strukturieren. Andernfalls sollten Sie sich mit Technologie- oder Digitalisierungsexperten des Handwerks oder einem IT-Dienstleister besprechen.

(Redaktionshinweis: Dieser Beitrag wurde im Auftrag von Richter+Frenzel von Redakteuren der G+F Verlags- und Beratungs GmbH erstellt. www.gf-vb.de ©)

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