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Traditionelles Geschäft digital veredeln ergibt Sinn

Foto: Pexels

Innovation, die gezielt zu geschäftlichem Erfolg führt, beruht nicht auf „Bauchgefühl“, sondern hat eine „digitale Basis“.

Zunächst geht es um Veränderung, etwas neu denken, neu organisieren, auf eine neue Art tun. Sie können innovativ sein, indem Sie die Wertschöpfungskette Ihres Betriebs einmal genau unter die Lupe nehmen. Wer macht was in welcher Reihenfolge? Ist das so wirklich sinnvoll? Geht es anders, möglicherweise mithilfe digitaler Werkzeuge? Wird es dann besser, schneller, kostengünstiger? Werden Ressourcen wie Material, Raum oder Arbeitszeit besser genutzt, besser planbar?

Alle diese Faktoren, die in Ihrer Wertschöpfung eine Rolle spielen, haben Einfluss auf die Zufriedenheit Ihrer Kunden, auf das Verhältnis zu Ihren Lieferanten oder die Motivation Ihrer Mitarbeiter. Jeder dieser Faktoren ist auch eine potenzielle Möglichkeit, Ihren Umsatz bzw. Ihren Gewinn zu steigern.

Digitalisierung und der damit verbundene Veränderungsprozess helfen Ihnen, die Stufen der Wertschöpfung in Ihrem Betrieb neu zu definieren, sie mit Neuem zu ergänzen – kurz: sie zu innovieren. Dazu müssen digitale Fähigkeiten entwickelt werden.

Zu den drei wohl wichtigsten digitalen Faktoren, die zwar für sich betrachtet werden können, am Ende aber Einfluss aufeinander haben, gehören:

Kundenerlebnis

Sie sollten Kontaktpunkte – sprich: digitale Begegnungsstätten – schaffen, die jegliche Form der Interaktion „nonstop“ ermöglichen. Im Mittelpunkt steht hier grundsätzlich Ihre Firmenwebsite. Unbedingt responsive, mit aktuellen Inhalten und zielgruppenspezifischen Service- und Interaktionsangeboten.

Als weitere wichtige Kontaktpunkte sind hier natürlich die sozialen Medien (Twitter, Facebook, Google+, YouTube, themenbezogene Foren und Chaträume, fachlich orientierte Online-Plattformen) zu nennen.

Es ist durchaus sinnvoll, diese Kontaktpunkte als „digitale Kundenräume“ wahrzunehmen. In diesen Räumen bewegen sich Ihre Kunden zeitlich und räumlich ohne Einschränkungen. Das ermöglicht es Ihnen, quasi in Echtzeit zu reagieren – sprich: Geschäfte zu machen.

Innere Strukturen

Bisherige Denk- und Betriebsmodelle verändern sich – sowohl im Geschäftsleben als auch die Technologie betreffend. Mit der Digitalisierung und den damit einhergehenden Veränderungen können Sie in Ihrem Unternehmen neue Vorgehensweisen einführen. Das gilt für interne Projekte, für Kundenaufträge, für die Entwicklung von Geschäftsideen, für Arbeitsweisen.

Bei der Entwicklung einer zwingend erforderlichen Digitalstrategie kommt es besonders auf die Integration aller Beteiligten an. Büro, Geschäftsleitung, Lager, Personalverantwortliche, Werkstatt, Montage – alle müssen an einem Strang ziehen und sollten daher von vornherein ein Team bilden.

Das Ziel: Schaffen Sie in Ihrem Unternehmen einen Ressourcen-Pool, bei dem der Zugriff auf Ideen, Wissen, Funktionen und Daten digital erfolgt und nicht durch Barrieren in den Köpfen behindert wird.

Geschäftsinnovation

Die Neuerfindung oder Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells stellt einen interessanten Teil Ihres digitalen Wandels dar. Ein aktuelles Beispiel dafür, wie eng das Geschäft heute mit der Digitalisierung verknüpft ist, sehen Sie am stark wachsenden Markt für Smart Home & Smart Living. Die digitale Steuerung von Haustechnik (Heizung, Klima, Strom, Sicherheit, Fenster, Türen etc.) per Handy oder Tablet über das Internet vereinfacht das Gebäudemanagement und die Sicherheit – sowohl für die Bewohner als auch für die Fachbetriebe des Handwerks, die sich um Installation und Wartung von Haustechnik auf einer digitalen Basis kümmern.

Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der digitalen Gebäudesteuerung heißt es in der Untersuchung „Smart-Home- und AAL-Technologien in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft“ von Smart Home Initiative Deutschland e. V., mm1 und GdW: 66 Prozent und damit 19,8 Millionen aller Online-Haushalte in Deutschland interessieren sich für Smart-Home-Lösungen.

Insbesondere jüngere Personen in Mehrpersonenhaushalten mit einem höheren Haushaltsnettoeinkommen und Bildungsgrad bewerten intelligente Wohnlösungen als interessant. Rund 84 Prozent von ihnen sind bereit, in Smart Home zu investieren.

In einer Studie des Smart-Home-Lösungsanbieters COQON zum Thema Smart Home wird außerdem festgestellt, dass jeder Vierte bereit sei, „2.000 Euro und mehr für die Installierung von Smart-Home-Funktionen in seinen vier Wänden auszugeben“.

Diese konkrete Verbindung von Installationshandwerk und digitaler Endkundenwelt steckt voller Potenzial. Es lohnt sich, darüber nachzudenken!

(Redaktionshinweis: Dieser Beitrag wurde im Auftrag von Richter+Frenzel von Redakteuren der G+F Verlags- und Beratungs GmbH erstellt. www.gf-vb.de ©)