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Mit der richtigen Förderung wird die Digitalisierung auch monetär beherrschbar

Viele Handwerksunternehmen sehen zwar dringenden Handlungsbedarf, wagen sich aber noch (zu) zögerlich an das Thema „Digitalisierung“ heran. Die finanziellen Spielräume sind häufig begrenzt. Für teure Experimente fehlen Zeit und Geld. Wer die Mittel für die geplanten Modernisierungsmaßnahmen nicht allein aus dem Tagesgeschäft und aus Rücklagen „abzweigen“ kann, wird sich in der Regel bei seiner Hausbank um ein Darlehen bemühen. Die Kosten wären in der derzeitigen Niedrigzinsphase zumeist das kleinere Problem. Allerdings geben sich die Kreditinstitute häufig relativ zugeknöpft. Im Unterschied zum Bau eines neuen Firmengebäudes stehen bei „abstrakten“ Digitalisierungsvorhaben die fehlenden Sicherheiten einer Kreditvergabe entgegen.

Mit etwas Kreativität und Durchhaltevermögen können Handwerksunternehmen ihre Digitalisierungspläne und innovativen Projekte dennoch erfolgreich umsetzen. Und zwar mit entsprechenden Förderprogrammen, die darin unterstützen, das finanzielle Risiko zu minimieren. Neben dem Bund und der Europäischen Union legen auch die Bundesländer unterschiedliche Förderprogramme auf.

Was wird gefördert?

Die Art der Förderung ist vielfältig. Sie reicht von Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen, Bürgschaften über die anteilige Finanzierung von Beratungsleistungen, Anschaffung von Hardware und Software, Workshops, Blended-Learning-Programmen, Weiterbildungsmaßnahmen, Wettbewerben bis hin zu Expertenfeedback. Gefördert werden je nach Programm Start-ups und etablierte Unternehmen sowie kleinere oder komplexe Digitalisierungsvorhaben.

Die Maßnahmen haben Namen wie DIGI-Zuschuss, Innovationsgutschein, Digital-Bonus oder Digitalisierungsscheck. Gemeinsam ist allen, dass sie Maßnahmen fördern, die zu einem Digitalisierungsfortschritt des Unternehmens führen.

Wichtig ist, sich im Vorfeld zu informieren, was genau im jeweiligen Programm gefördert wird. „Vor allem hinsichtlich innerbetrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen, die zunehmend in Anspruch genommen werden, sollte man ganz genau prüfen, inwiefern diese vom jeweiligen Förderprogramm auch abgedeckt werden“, rät Michael Elbs, Unternehmensberater für Digitalisierung. „Viele Maßnahmen sind zeitlich befristet oder nur so lange gültig, bis die ursprünglich bereitgestellten Mittel vergeben sind.“ Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die Kombination mehrerer Förderangebote möglich. Wichtig: In der Regel müssen die Mittel bereits vor dem Projektstart beantragt worden sein. Manche Förderprogramme sind einmalig angelegt, andere wiederum können innerhalb eines bestimmten Zeitraumes mehrmals in Anspruch genommen werden.

Für viele Unternehmen stellt allerdings die Vielzahl an Fördermaßnahmen eine große Hürde dar. Weil ihnen der Überblick über die unterschiedlichen Programme fehlt und sie nicht einschätzen können, welche Förderung die passende ist, werfen sie schnell das Handtuch. Auch formale Hürden bei der Antragstellung bremsen ein Ausschöpfen der Möglichkeiten aus.

Damit Handwerksunternehmen nicht auf wertvolle finanzielle Unterstützung für ihre Digitalisierungsprojekte verzichten müssen, haben wir die wichtigsten Förderprogramme von Bund und Ländern durchforstet und relevante Eckdaten zusammengetragen, die Sie hier herunterladen können. Im Download finden Sie außerdem Tipps zur Antragstellung und erfahren, wie Sie als Handwerksunternehmen Corona-Soforthilfe des Bundes beantragen können.

Foto: ©contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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